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Ein Bild, 100:100 cm gross, zehn kleine Bilder, verschiedene Grössen. Im ersten Fall passt jeder Gegenstand in ein 12,5:12,5 cm grosses Quadrat. Im zweiten ist die Grösse der Bilder an diejenige der realen Gegenstände angepasst. |
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Jorge Luis Borges erfand eine merkwürdige Klassifikation, inspiriert durch den Kaiser von China: „Die Tiere gruppieren sich wie folgt: a. Tiere, die dem Kaiser gehören, b. einbalsamierte Tiere, c. gezähmte, d. Milchschweine, e. Sirenen, f. Fabeltiere, g. herrenlose Hunde, h. in diese Gruppierung gehörige, i. die sich wie Tolle gebärden, k. die mit einem ganz feinen Pinsel aus Kamelhaar gezeichnet sind, l. und so weiter, m. die den Wasserkrug zerbrochen haben, n. die von weitem wie Fliegen aussehen“ An dieses Zitat denkend schaffte ich eine etwas seltsame Gegenständeklassifikation. Zwei Klassen sind zwar eher konsistent: a. Gebrauchsgegenstände der Hausfrau, wie Teekannen, Besteck, usw.; b. Bastelwerkzeuge wie Hammer, Zange oder Klammergerät. Die Diskette, eine sehr schnell gebräuchlich oder gar obsolet gewordene Erfindung von gestern, ist zwischen diesen Dingern etwas deplaciert; c. Kleinsche Flasche und andere topologische Gegenstände, welche eigentlich nicht existieren. Diese seltsamen rein mathematischen Objekte sind sowohl in der Küche als auch in der Werkstatt oder im Büro fremd. Die Kleinsche Flasche ist ein dreidimensionaler Gegenstand, der in der vierten Dimension gewindelt wurde, so etwa wie das Möbiusband. In der dritten Dimension gekrümmt hat dieses nur eine Seite. Während zweites sehr leicht zu machen ist, existiert ersteres nur im virtuellen Raum. Und wir versagen, wenn wir versuchen, uns diese komische, sich um sich selbst in der vierten Dimension windende Sache vorzustellen. Es ist Schwindel erregend. Während dem die Modelle der Haus- und Bastelgegenstände aus meiner Küche oder Werkstatt stammen, fand ich die Kleinsche Flasche samt ihrer seltsamen Artgenossen wieder mal im Internet.
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